Der aktuelle Trend: Pfeife rauchen
Pfeife rauchen ist weniger kompliziert, als viele Raucher zunächst annehmen. Voraussetzung ist jedoch die Bereitschaft, bisherige Rauchgewohnheiten etwas anzupassen. Das betrifft insbesondere Zigarettenraucher, die an einen kräftigeren Zug gewöhnt sind. Pfeife rauchen erfordert keine besondere Kunstfertigkeit, allerdings sollte das Einrauchen der Pfeife sorgfältig erfolgen. Die folgenden Hinweise helfen dabei.
Auswahl der ersten Pfeife
Für den Einstieg empfiehlt sich eine gerade oder leicht gebogene Pfeife mittlerer Größe, die für einen 9-mm-Aktivkohle- oder Meerschaumfilter ausgelegt ist. Beide Filterarten sorgen für einen trockenen, kühlen und milden Rauchverlauf. Ein Filter sollte höchstens zweimal verwendet werden.
Rauchverhalten in der Anfangszeit
In den ersten zwei Wochen sollten nicht mehr als zwei Pfeifen pro Tag geraucht werden. Ziehen Sie langsam und gleichmäßig, da hastiges Rauchen zu Zungenreizungen führen kann. Achten Sie darauf, dass der Pfeifenkopf nicht übermäßig heiß wird und die Pfeife nach jedem Rauchen vollständig abkühlt.
Die Pfeife richtig einrauchen
In den ersten fünf bis zehn Rauchvorgängen sollte die Pfeife nur etwa zu einem Drittel gefüllt werden. Der Tabak wird dabei vollständig heruntergeraucht. Erst danach kann die Tabakmenge schrittweise erhöht werden.
Die Pfeife wird von unten nach oben eingeraucht. Zum Schutz des Bruyèreholzes bildet sich dabei eine Kohlekruste, die nicht entfernt werden sollte. Kratzen Sie den Pfeifenkopf anfangs nicht aus, sondern entfernen Sie die Asche vorsichtig mit einem Pfeifenbesteck. Die Kohlekruste sollte etwa 1 mm stark sein. Erst wenn sie sich gebildet hat, kann die Pfeife vollständig gefüllt werden.
Stopfen und Anzünden
Der Tabak wird im unteren Bereich locker eingelegt und nach oben hin zunehmend fester gestopft. Zum Abschluss kann leicht nachgepresst werden. Die Oberfläche des Tabaks sollte gleichmäßig entzündet werden.
Nach dem Anzünden dehnt sich der Tabak aus, weshalb ein vorsichtiges Nachdrücken mit dem Pfeifenstopfer erforderlich ist. Die verbleibende Asche dient als Luftsieb über der Glut. Wird der Zug zu leicht, sollte erneut nachgedrückt werden.
Reinigung und Pflege
Nach jedem Rauchvorgang sollte der Rauchkanal mit einem Pfeifenreiniger aus Baumwolle gereinigt werden, um entstandene Feuchtigkeit zu entfernen.
Pfeifenkopf und Mundstück dürfen nur im vollständig abgekühlten Zustand getrennt werden. Das Trennen und Zusammenfügen erfolgt jeweils durch Rechtsdrehen, um Schäden am Holm zu vermeiden.
Geduld beim Einstieg
Sollte sich das gewünschte Rauchergebnis nicht sofort einstellen, ist Geduld gefragt. Mit zunehmender Erfahrung erschließt sich das Aroma eines guten Pfeifentabaks immer deutlicher, und der Umgang mit der Pfeife wird zur vertrauten Routine.
Hinweise zum Rauchen von Flake-Tabak
Flake-Tabak dehnt sich während des Rauchens aus. Wird zu viel Tabak verwendet, kann der Zug beeinträchtigt werden. Deshalb empfiehlt es sich, eine geringere Tabakmenge zu verwenden und dem sorgfältigen Stopfen besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Flake-Tabak richtig stopfen
- Nehmen Sie so viele Flake-Scheiben, wie Ihrer Einschätzung nach in die Pfeife passen, und legen Sie diese in die Handfläche. Bei zwei Scheiben teilen Sie diese der Länge nach und falten den Tabak anschließend vorsichtig in der Mitte.
- Halten Sie den gefalteten Tabak an beiden Enden fest und biegen Sie ihn in der Mitte leicht, sodass eine U-Form entsteht. Der Tabak sollte dabei zusammengepresst bleiben.
- Lockern Sie den unteren Teil leicht und drücken Sie ihn vorsichtig zusammen, um das Einsetzen zu erleichtern.
- Halten Sie den Tabak am oberen Ende fest und setzen Sie ihn nun behutsam in die Pfeife ein.
- Legen Sie einige lose Tabakstücke oben auf, um das Anzünden zu erleichtern.
Nun können Sie sich zurücklehnen und den Geschmack einer sorgfältig vorbereiteten Pfeife ruhig und bewusst wahrnehmen.
